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Neues Photopolymer macht ABS Konkurrenz

Robustes Evolution HI schlägt die Brücke zur Industrie

Verschiedene 3D-gedruckte Bauteile und Gegenstände wie zum Beispiel Schnappverbindungen und Schrauben auf weißem Hintergrund. Die Teile bestehen aus Evolution HI, einem schwarzen Kunststoff.
Mit Evolution HI bringt Cubicure einen technischen Allrounder auf den Markt, der wiederholten Belastungen standhält.

Wien, 1. September 2021. Das Unternehmen Cubicure GmbH lanciert ein neues Photopolymer, dessen Eigenschaften dem Allroundkunststoff ABS ähneln. Evolution HI wird mit dem Hot Lithography Verfahren gedruckt und ist besonders für die Herstellung von stark beanspruchten Teilen wie Schnappverbindungen, Fittings und Gehäusen geeignet.


Widerstandsfähiger Kunststoff für die additive Fertigung

Die von Cubicure patentierte Hot Lithography Technologie ermöglicht das Verarbeiten von hochviskosen Harzen. Mit einem speziellen Beheizungs- und Beschichtungsmechanismus werden so besonders schlagzähe, temperaturbeständige Kunststoffe hergestellt.

Das neue Evolution HI ist nicht nur besonders belastbar, sondern auch höchst duktil und dabei wärmeformbeständig. „Ein Dauereinsatz ist bei Temperaturen bis zu 80 °C möglich“, sagt Christian Frank, Leiter der Produktentwicklung bei Cubicure. „Seine mechanischen Eigenschaften übertreffen ABS teilweise sogar. Evolution HI hat außergewöhnlich gute Zugeigenschaften, und die Zähigkeit sucht im 3D-Druck seinesgleichen.“ Bei Prüfungen erreicht es eine Bruchdehnung von bis zu 50 %. Das bedeutet, dass mit Evolution HI Endprodukte und Bauteile additiv gefertigt werden können, die wiederholten Belastungen standhalten müssen. Das macht dieses Material zu einer echten Alternative zu ABS.

Evolution HI ist vielseitig einsetzbar

Bisher war es schwierig, Schnappverbindungen mit Photopolymeren zu drucken. Die Ergebnisse waren zu spröde und veränderten sich bei Lichteinflüssen. Dabei kann die Herstellung von Schnappverbindungen besonders von additiver Fertigung profitieren: Sonst langwierige Designprozesse werden verkürzt und Fragen der Machbarkeit rücken in den Hintergrund. Die digitale Prozesskette der Zukunft lässt freie Hand beim Konstruieren komplexer Werkstücke. Durch den Einsatz von Evolution HI können Prototypen aus eben dem Material gefertigt werden, das später direkt in Serienproduktion geht.

Zurzeit kann mit einer Caligma 200, die mit dem Hot Lithography Verfahren druckt, eine Baufläche von 200 cm² bedruckt werden. Damit ist Evolution HI sowohl für die Prototypisierung als auch für die Produktion von Kleinserien geeignet. Mit Ende des Jahres darf der nächste Schritt in Richtung industrielle Serienproduktion erwartet werden. Cubicure bringt dann eine Maschine für die additive Massenfertigung auf den Markt.


Cubicure GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Systemlösungen für den industriellen 3D-Druck von Kunststoffteilen. Mit Wurzeln in der Hochschulforschung und dem Anspruch, die digitale Zukunft der Industrie mitzugestalten, stellt das Wiener Unternehmen seit 2015 die Weichen für eine agile Produktion. Ihr Hot Lithography Verfahren ermöglicht die noch nie dagewesene additive Fertigung von widerstandsfähigen Präzisionsbauteilen.

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